Ein schlummernder Leuchturm
in Dänemark. Spannend für Urban Explorer.

Geisterort Rubjerg Knude

Was für ein wundersamer Ort - ein Geisterort ganz nach meinem Geschmack: Der ehrwürdige Leuchtturm Rubjerk Knude in Dänemark. Einst wies er den Seefahrern den richtigen Weg. Sein Leuchtfeuer war über 40 Kilometer auf See zu sehen. Das war Anfang des letzten Jahrhunderts. Damals bestand die gesamte Anlage allerdings nicht nur aus dem Leuchtturm, sondern weiteren Häusern in unmittelbarer Nähe, wo unter anderem die Familie des Leuchtturmwärters und des Mechanikers untergebracht waren. Hübsche Gemüsegärten säumten die Gebäude und wurden von den Familien bewirtschaftet.

Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit Rubjerk Knude. Ab 1910 blies der Wind große Mengen Sand von der nahe gelegenen Steilküste herauf. Es bildete sich eine Düne. Der Sand drang nach und nach in die umliegenden Häuser des Leuchtturms ein und machten sie unbewohnbar. Wie von Geisterhand häufte sich immer mehr Sand an, sodass die Gebäude unter ihm ertranken. Bald war nichts mehr von ihnen zu sehen – lediglich einige Dachziegel deuteten ihre Position an. 1968 musste der Betrieb des Leuchtturms eingestellt werden. Während man in den Jahren und Jahrzehnten zuvor noch versuchte, das Wandern des Sandes aufzuhalten, stellte man diese Bemühungen mit der Aufgabe des Leuchtturms ebenfalls ein. Seither wurde zum Spielball von Wind, Wetter und eben diesem Sand. Irgendwann tauchten die umliegenden Gebäude wieder auf … natürlich unter der Last des Sandes zerstört. Inzwischen geht man davon aus, dass der Leuchtturm selbst bald verschwunden sein wird. Die Abbruchkante der Düne ist inzwischen so nah, dass das Gebäude beim nächsten, heftigen Wintersturm abgetragen wird.

www.sola-domum.info ist eine private Homepage und verfolgt keine kommerziellen Zwecke. Die Website benutzt Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis zu ermöglichen und eine einfache Reichweitenmessung durchzuführen. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.