Wirtschaft


Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt.
Das ist wahrscheinlich auch der Grund,
warum sich so wenig Leute damit beschäftigen.

Henry Ford
1863-1947


Deutschland ist eine bedeutende Industrienation. Produkte mit dem Label Made in Germany sind gefragt. Doch was passiert eigentlich, wenn namenhafte Unternehmen aufgeben, weil sie dem Niedergang geweiht sind? Im glücklichsten Fall kommt ein "freundlicher Investor" daher, um ihm wieder eine Zukunft zu geben. Im schlechtesten Fall klopft der unternehmerische Ruin an die Tür. Ich zeige, was übrig bleibt, wenn nicht einmal Geld für den Abriss der Produktionsstätten vorhanden ist. Dabei besuchte ich etliche Lost Place in Deutschland, Belgien, Frankreich und anderen Ländern.


Bildergalerien:



Bei der Gelegenheit: Wusstest Du eigentlich, dass das Label Made in Germany nicht immer ein Qualitätssymbol war?

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verteilten sich die Lorbeeren anders. Seinerzeit galt England als Industrienation Nr. 1 und Deutschland hinkte klar hinterher. Von hier kamen häufig Waren mit minderwertiger Qualität, Nachahmerprodukte und Plagiate. Deutsche Waren hatten seinerzeit einen schlechten Ruf. Deswegen beschloss 1887 das englische Parlament den Merchandise Marks Act, der vorschrieb, die Herkunft der Ware eindeutig zu kennzeichnen. Mit dem Ausweis Made in Germany wollte man die importierte und minderwertige Ware von den heimischen Angeboten abgrenzen. Klar wollten das die aufstrebenden Unternehmen in Deutschland nicht hinnehmen. Eine Qualitätsoffensive begann und zeigte Wirkung! Bis heute …