Militär


Was für eine Welt könnten wir bauen,
wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt,
für den Aufbau einsetzten.

Ein Zehntel der Energie, die die kriegsführenden
Nationen verbrauchen, ein Bruchteil des Geldes,
das sie mit Handgranaten und Giftgasen verpulvert haben,
wäre hinreichend, um den Menschen aller Länder
zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen.

Albert Einstein
(1879-1955)


Es scheint eine menschliche Besonderheit zu sein, dass wir nicht ohne Kriege leben können. Hört sich widersinnig an scheint aber so zu sein. Ein Blick in die Geschichtsbücher reicht, um zu diesem Schluss zu kommen. Denn letztlich sind sie eine Abfolge kriegerischer Auseinandersetzungen. Und es geht dabei immer um Macht und Ausbeutung. Dies wiederum wirft für mich die Frage auf, warum sich Menschen fortlaufend zu Kriegen verleiten lassen? Ich kenne niemanden, der gern sein Leben verliert. Warum also?

Fest steht doch, dass diejenigen, die einen Krieg proklamieren, nicht an der Front stehen. Das überlassen sie beflissentlich anderen und sprechen dann von Ruhm und Ehre (sein Leben zu geben). Nehmen wir beispielsweise den Ersten Weltkrieg: Der Kaiser war nie ganz vorn dabei. Er war maximal in der Etappe oder klopfte den Soldaten an der Front während einer Feuerpause auf die Schulter. Ganz vorn waren die einfachen Soldaten ... das Kanonenfutter.

Wäre es nicht gerechter, wenn diese Kriegstreiber ihre Großmannssucht unter sich ausmachen Auge in Auge. Meinetwegen könn(t)en sie sich duellieren und dabei gegenseitig umbringen (anstatt andere für sich sterben zu lassen). Meinetwegen könn(t)en sie auch eine Partie Schach spielen.