Borschemich
im Juni 2017


Mein letzter Besuche dieses sterbenden
Dorfes in Nordrhein-Westfalen.
Geisterstadt in Deutschland.
Lost Place.


Das scheint nun das traurige Ende der kleinen Gemeinde Borschemich zu sein. Die kläglichen Reste des Dorfes wurden komplett abgeriegelt. Alle Zufahrtsstraßen sind gesperrt. Man dann das Dorf nur noch betreten, wenn man Ärger mit den Abrisstrupps oder dem Sicherheitspersonal in Kauf nimmt. Das wollte ich nicht. Also machte ich mein letztes Bild von Borschemich. Bye, bye, du so lieb gewonnene Gemeinde.

Ich denke bei den Worten an die Menschen, die hier lebten und hier ihre Heimat hatten. Spätestens jetzt haben sie alles verloren. In einigen Monaten werden Sie von einer nahegelegenen Aussichtsplattform, die die RWE eigens für Besucher anlegt, auf das Gelände des riesigen Tagebergbaus Garzweiler II sehen können. Und sie werden wolle Wehmut auf die Stelle schauen, wo einst ihre Heimatgemeinde war.


Dies war also mein letzter Besuch
der Geisterstadt Borschemich.





Mein bisherigen Besuche der Geisterstadt Borschemich waren im
November 2014, März 2015, Mai 2015 und September 2015. Im Jahr 2016 besuchte ich die Geisterstadt im Januar 2016, September 2016 und im Januar 2017. Mein letzter Besuch: Juni 2017.


Die einzige Sehenswürdigkeit der Gemeinde war
die Pfarrkirche St. Martinus.
Sie wurde inzwischen abgerissen.


Selbstverständlich schaute ich mir auch
den Totengräber von Borschemich an.

Tagebergbau Garzweiler II


Wissenswertes zum Thema:

Liste abgebaggerter Orte
Doku Tagebergbau Garzweiler II